2011 VIETNAM – MUINE, DALAT, NHA TRANG

Ich war angestellt und hatte 2 Wochen Urlaub. Mir war unwichtig wohin, aber meine Kollegin aus Moscow hatte einen Wunsch und zufällig auch 2 Wochen frei. Liebe Veronika, meine Kollegin hat alles organisiert, ich wusste sogar nicht wohin wir fliegen.. erst im Flughafen habe ich verstanden – Ho Chi Mihn (Saigon) ist unser Reiseziel. Ich erinnere mich, dass ich blaue velvete Stiefel getragen habe, die sich so komisch auf den heißen und staubigen Straßen von Vietnam anfühlten.

Meine Kollegin hat einen Resort Hotel gebucht. Es war alles schön, gepflegt, mit Pool und Abendlicht. Unser erster Abend im Restaurant mit Lobster und weißem Wein. Es war alles schön, aber keine Schönheit nach meine Sehen. Es gab einen Streit im Restaurant zwischen einem Kellner und einigen anderen Gästen. Die Gäste konnten kein Englisch, nur russisch. Ich habe versucht zu helfen indem ich übersetzt habe. 3 Stunden später saß ich in einem Bus gemeinsam mit diesem Kellner (Tịnh Thăng), der nach Hause zu seiner Familie gefahren ist. Etwa 250 km entfernt von unserem Hotel.  Ich war mir sicher, ich kann ihm vertrauen, er hatte ein Mickey Maus Tattoo und ehrliche Augen. Also war ich ein Gast von ihm im Haus seiner Mutter in Nha Trang. Mein Gepäck bleibt im Hotel zurück. So eine Reise kann man ganz schlecht mit Wörter beschreiben.

22 Jahre alt,  der Geruch des Meeres, voller Vertrauen zur unbekannter Welt... Frühmorgens, vietnamesischer Kaffee auf der Straße im Abendkleid, das erst gestern auf einem Markt gekauft wurde und heute in einer Schneiderei für mich geändert wurde. Ich hatte nichts dabei, außer was ich an mir hatte (Kurzhose, T-shirt) und Kamera. Unglaublich wie die Zeit und Erfahrung uns Vernunft gibt.. Selbst wenn ich heute wollte, könnte ich so eine spontane Reise nicht mehr machen. Ich war ein Gast in einer lieben, eher armer Familie, die in einem Haus mit 3 Geschossen lebte. Jedes Geschoss war ungefähr 10 Quadratmeter „groß“. Die schlafende Kinder sind Schüler die ihre Mittagspause in diesem Haus verbracht haben. Wir waren ständig mit einem Motobike unterwegs, es ist so viel passiert, als wären das 2 Monate auf einer Reise. Dabei waren es nur 4 Tage in Nha Trang.

Als ich nach 4 Tagen zurück in unserem Hotel war, haben wir mit Veronika eine Gruppe Surfer kennengelernt, mit denen haben wir auf Motobikes die Natur und Umgebung für uns entdeckt. Ich konnte aber nicht lang an einem Ort bleiben, am Strand liegen, unter der Sonne schien es mir zu langweilig und ich musste Abenteuer erleben.

Also miete ich ein Bike und fahre 150 km allein nach Dalat. Irgendwo im Wald, eher ein Jungle zwischen Bananenbäumen und Gesang von Vögeln sagte meine Motor leise – das Benzin ist zu Ende. Es kam plötzlich eine Vietnamese, der mir etwas Benzin in den Tank geschüttet hat, damit konnte ich bis zum nächsten Dorf in den Bergen fahren. Die Kinder im Dorf haben mich zu einem privaten Haus begleitet wo man Benzin finden konnte. Ich wollte ihnen für ihre Hilfe ein bisschen Geld geben, sie weigerten sich jedoch kategorisch, es zu nehmen...

Die kleinen Geschichten kamen eine nach der anderen.. das wichtigste für mich – ich habe so schöne, ehrliche, ansprechbare, liebe Menschen - vietnamesische Menschen getroffen. Diese hätte ich höchstwahrscheinlich nicht in der bei Touristen beliebten Gegend um Muine getroffen.

Und einen großen, lieben Dank gilt meiner Reisepartnerin Veronika, mit der wir zusammen beide glücklich nach Hause geflogen sind.